Im Februar 2003 begannen die Berliner Philharmoniker und ihr Chefdirigent Sir Simon Rattle ein Projekt mit 250 Kindern und Jugendlichen aus 25 Nationen. Nach Anleitung des Choreografen und Tanzpädagogen Royston Maldoom proben sie die Aufführung von Igor Stravinskys Ballett „Le sacre du printemps“.

 

Nur sechs Wochen Probezeit haben die Schüler, zumeist aus Berliner „Problemschulen“, von denen niemand mit klassischer Musik und Tanz vertraut ist. Maldoom hatte bis dahin schon unter anderem mit Straßenkindern in Äthiopien und mit jugendlichen Strafgefangenen in England Stravinskys Ballett erfolgreich inszeniert. Während den Proben ist das Selbstbewusstsein der Jugendlichen gewachsen, Schüchternheit wurde weggeblasen, Faulheit wandelte sich in Fleiss um und Bekanntschaften wurden geknüpft, wie z.B. beim jungen Kriegswaisen aus Nigeria, der kaum Deutsch konnte, aber die Sprache durch Kontakte und die Proben in kurzer Zeit gelernt hatte. Die Persönlichkeiten dieser jungen Menschen haben sich während dieser kurzen Zeit so entwickelt, dass sie nach den Erfolgen und dem umjubelten Auftritt in der Arena Berlin nicht mehr dieselben waren.

 

rhythm

 

Das Projekt wurde aufgrund des großen Zuspruchs weitergeführt. Die Berliner Philharmoniker setzten ihre Kooperation mit anderen Ballettstücken und Choreografen in den folgenden Jahren fort. Ein Teil der ersten Truppe war weiterhin dabei.

 

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Vor einiger Zeit begann Royston, in Zusammenarbeit mit Jacalyn Carley seine Autobiographie zu schreiben. Seit 11. März 2010 ist es soweit, das Buch ist im Fischer Verlag erschienen und überall im Handel erhältlich.