Daniel Barenboim, der gebürtige Argentinier jüdisch russischer Abstammung, hat abgesehen von seinen Konzerten als Pianist und als Dirigent diverse erzieherische Projekte durchgeführt und setzte sich zum Beispiel für die Musikerziehung in Kindergärten in Berlin, in Ramallah und in Sevilla ein. In Palästina hat er zusammen mit Edward Said 1999 das „West-Eastern Divan Orchestra“ gegründet, ein Jugendorchester, das in Sevilla, Spanien domiziliert ist und aus Musikern aus Ländern des Mittleren Ostens zusammengesetzt ist, mit Ursprung in Ägypten, Iran, Israel, Jordanien, Libanon, Palästina und Syrien. Damit bewies er, dass es möglich ist, dank der Kraft der Kunst zwischen einander feindlich gesinnten Parteien wie Israelis und Palästinensern einen Dialog zu entwickeln.

 

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West-Eastern Divan Orchestra (1999 gegruendet von Daniel Barenboim und Edward Said); Musiker aus Israel, den palaestinens. Autonomiegebieten, Libanon, Aegypten, Syrien, Jordanien und Spanien. MusikerInnen bei einer  Probe in Salzburg, im Rahmen ihrer Tournee im Jahr 2007 mit ihrem Dirigenten D. Barenboim. -  Foto: akg-images / Marion Kalter